Conor Oberst – Salutations CategoriesALBEN

Conor Oberst – Salutations

Dass Conor Oberst einer der größter Songwriter ist, das wissen wir schon lange. Denn alle seine Bright Eyes Alben wie ‚I’m wide awake, it’s morning‘ oder ‚Digital Ash In A Digital Urn‘ sind moderne Klassiker. Aber nach dem spirituellen ‚Cassadaga‘ mussten die Bright Eyes Fans, so wie wir, stark sein. Es folgten einige Conor Oberst Platten, unter anderem auch mit seiner Mystic Valley Band. Der unverwechselbare Sound, den Mister Oberst erschaffen hatte, war verflogen. Die Melodien sind immer noch großartig, der Sound ist aber puristischer. Früher war mehr Lametta, jetzt setzt er auf Acoustic inklusive Mundharmonika. Zwischendurch erschien 2011 dann noch einmal die letzte Bright Eyes Platte ‚People’s Keys‘ und mit dem ‚Ladder Song‘ beerdigte Conor schließlich Bright Eyes.

„Well, I know when it’s finally done
This whole life’s a hallucination
You’re not alone in anything
You’re not alone in trying
To be“

Ab sofort war Conor Oberst nur noch ohne sein Alter Ego unterwegs und der Sound änderte sich gewaltig. Bis auf ein paar Songs taten wir uns schwer mit den neuen Soloalben. Dann kam letztes Jahr RUMINATIONS heraus, dass wohl puristischste Conor Oberst Album. Die komplette Platte kommt ohne Schlagzeug aus und besteht nur aus Conor Oberst Stimme, seinem Piano, Akustik Gitarre und Mundharmonika. So waren wir ihm noch nie so nah, es ist seine persönlichste Platte. Und das Album hat wieder Hits, Songs wie ‚Tachycardia‘, ‚Barbary Coast (Later), ‚Gossamer Thin‘ oder ‚Mamah Borthwick (A Sketch)‘ klingen nach dem alten Conor Oberst, mit dem wir aufgewachsen sind, mit dem wir zusammen geheult haben und die ein oder andere melancholische Nacht verbracht haben.

Dieses Jahr wurde aus dem puristischen RUMINATIONS das opulente SALUTATIONS. Für diese Platte hat Conor die Songs von Ruminations und weitere Songs mit seiner Band eingespielt. Somit kennen wir die Songs schon und sind überrascht, dass sie so noch schöner klingen. Aber auch mit Band bleibt die Vertrautheit bestehen, auch die Nähe zum Künstler bleibt. Mit dem Album ist Conor Oberst wieder zurück auf unserem Atlas, SALUTATIONS ist für uns die beste Platte seit ‚Cassadaga‘.

„I don’t want you to feel sad, baby
I take everything back, I swear I do

Cause once all the friends I had
Have used me up and left“

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