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Wy – Okay

Die Geschichte von Ebba und Michel begleiten wir schon eine Weile. Unter dem Namen WY versorgen sie uns seit knapp einem Jahr mit wunderschönen Songs, die wie kleine Geschichten wirken. Jedes Mal kleben wir, von der ersten bis zur letzten Sekunde, an Ebbas Lippen und hören ihr gespannt zu.

Am Freitag ist es nun soweit und Wy bringen mit ‚Okay‘ ihren ersten Langspieler raus und aus all den Kurzgeschichten wird eine große fabelhafte Geschichte. Mit ‚Okay‘ kriegen unsere Lieblingssongs ‚Bathrooms‘, ‚You + I‘ und ‚What Would I Ever Do‘ endlich ihr Zuhause, was sie verdienen. Denn es ist gar nicht so einfach die ganzen Single-Auskopplungen vernünftig auf eine Platte zu packen.

Wy ist es gelungen aus einer Ansammlung vieler herausragender Songs ein großes Ganzes zu machen. ‚Okay‘ ist mehr als eine Kurzgeschichten Sammlung, ‚Okay‘ ist ein großer Roman, in dem die Songs wie Rädchen in einander greifen. Der erste Song ‚Indolence‘ ist die Einleitung, die Geschichte beginnt, wir lernen die Figuren kennen und kommen langsam in die Geschichte rein. ‚What Would I Ever Do‘ ist ein alter Bekannter, den wir immer wieder gerne sehen und hören. Das nächste Kapitel ‚Mental‘ ist sehr intensiv und hat in der Mitte diesen Twist „time to let go of it “ Dann setzt diese positive Gitarre ein und man fängt automatisch an zu grinsen.

‚Hate To Fall Asleep‘ macht genau da weiter, den Satz „I try to see the great in everything I see but I close my eyes“ muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen und erkennen wie wunderschön er ist. ‚Don’t Call‘ zeigt, dass es jetzt dramatisch wird, wir nähern uns dem Höhepunkt der Geschichte. Dann kommt ‚Bathrooms‘, mit diesem Song haben wir Wy kennen und lieben gelernt. ‚Kind‘ ist wohl einer der schönsten ‚Hey, alles wird gut.‘- Songs, die es gibt, „So tell me I’m brave. Tell me I’m kind. And tell me that you will remember my face when you all move away“.

Wenn wir einen Favoriten uns aussuchen würden, dann wäre es sicherlich ‚You + I‘, schon alleine für die Zeile „my hands cannot hold the words from my tongue“. Normalerweise wäre die Platte und die Geschichte jetzt zu Ende. Abspann oder Nachwort? Nein, es folgen noch ’10 p.m.‘ und ‚Gone Wild‘, wobei letzterer die ganze Geschichte noch einmal auf den Kopf stellt und zum großen Finale ansetzt.

Wy haben es geschafft uns für 38 Minuten aus unserer Welt rauszureissen und nehmen uns mit in ihre Geschichte, die weitaus mehr ist als ‚Okay‘.

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